Heute wollen wir euch mal einen Kunden vorstellen, und zwar Wolfgang. Er ist in Berlin geboren und ist heute 77 Jahre alt. Sein Lebensweg ist vielseitig und geprägt von Kreativität und der Arbeit mit Menschen. Ursprünglich hat er eine Ausbildung zum Süßwarenkonditor gemacht, später lernte er auch noch Krankenpfleger und Erzieher. Sein eigentliches Ziel war es jedoch, in der Theaterpädagogik zu arbeiten – ein Wunsch, der sich zwar nicht vollständig erfüllt hat, ihn aber dennoch auf viele kreative Wege geführt hat.

Ein Leben zwischen Theater, Menschen und Kreativität
Mit etwa 30 Jahren zog Wolfgang nach Bremen. Dort hat er seine Leidenschaft für das Theater intensiv gelebt. Er spielte unter anderem bei Blaumeier sowie später in der Seniorentheatergruppe „Kratzbürsten“ und arbeitete viel mit Menschen mit Beeinträchtigung. Seine Theatererfahrungen führten ihn sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus – von Russland bis nach England.
Heute kann Wolfgang aus körperlichen Gründen nicht mehr aktiv Theater spielen. Aber wer denkt, dass damit die Kreativität endet, liegt falsch. Wolfgang schreibt viel, denkt sich Neues aus und bleibt neugierig.

Selbstbestimmt leben mit Unterstützung im Alltag
Als Wolfgang gemerkt hat, dass er im Alltag Unterstützung braucht, hat er sich Hilfe gesucht – und ist bei HELPER Betreuung gelandet. Seit einiger Zeit ist Matti nun sein Alltagsassistent. Sie gehen zusammen einkaufen oder einfach spazieren und organisieren gemeinsam Wolfgangs Alltag. Bei den Treffen geht es Wolfgang vor allem darum, gemeinsam Lösungen zu finden, sodass er möglichst lange selbstbestimmt leben kann.
„Mir ist es einfach wichtig, meinen Kopf frisch und meinen Körper beweglich zu halten.“
Die gemeinsame Zeit bedeutet für Wolfgang auch immer Mobilitäts-, Gedächtnis- und Konzentrationstraining. All das findet er zum Beispiel auch im gemeinsamen Backgammon-Spielen. Es hält den Kopf wach – und macht einfach Spaß. Vor allem aber entsteht dabei etwas, das sich nicht planen lässt: echte Verbindung.
„Das lässt mich gut leben“, sagt der 77-Jährige.

Gemeinsame Zeit, die verbindet und bewegt
Gemeinsam mit seinem Alltagsassistenten Matti hat er außerdem etwas ganz Neues für sich entdeckt: Raptexte schreiben. Matti ist leidenschaftlicher Rapper und hat nun auch Wolfgang angesteckt. Und der nimmt das mit Humor:
„Ein 77-jähriger Rapper – das stelle ich mir schon urkomisch vor. Es muss komisch sein, ansonsten ist es nicht gut.“
An Matti schätzt Wolfgang besonders seine ruhige Art und sein Einfühlungsvermögen. Jemanden an der Seite zu haben, der nicht drängt, sondern begleitet.
Wolfgangs Geschichte zeigt, dass Unterstützung im Alltag nicht das Ende von Selbstständigkeit bedeutet. Im Gegenteil: Sie kann Raum schaffen – für Neues, für Kreativität und für Dinge, die vielleicht sogar überraschen.
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